Open Hardware

Schon wieder ein neuer Begriff! Open Hardware basiert auf den gleichen Grundlagen wie die Open-Source-Software und Open Content. Freie Hardware wird unter Zugrundelegung von Bauplänen verwirklicht, die jeweils lizenzfrei sind. Open Hardware enthält aber in einzelnen Fällen die Inhalte von Patenten. Voneinander unabhängige Bestandteile des Projekts können durchaus unterschiedlichen Lizenzen unterliegen.

So können Schnittstellen, Hard- und Software verschiedene Lizenzen besitzen. Das Ganze muss nicht nur auf die Informationstechnik beschränkt sein. Das Projekt „Oscar“ („Open Source Car“) entwickelt beispielsweise freie Baupläne für ein Auto. Der Gedanke: Ein Auto komplett im Internet zu konstruieren, auch mit Hilfe freier Mitarbeiter. Im Ergebnis soll das Auto dann überall auf der Welt gebaut werden können.

Hard- und Software sollen den Bedingungen der Open Software genügen. Diese wird während des Entwicklungsprozesses ständig vervollkommnet. Markus Merz, der einmal bei BMW angestellt war, startete dieses Projekt 1999. Dafür gibt es bestimmte Vorgaben, wie zum Beispiel Länge, Breite und Höhe, Radstand, Gewicht und die Erfüllung internationaler Sicherheitsstandards. Auch „corebook“ ist ein Projekt, dessen Ziel es ist, freies BIOS zu entwickeln (Basic Input Output System). Dieses Programm wird zum Herauffahren eines Computers benötigt.

Lizensiert ist das Projekt unter der „GNU General Public License“. Somit hat jeder die Möglichkeit, den Quellcode der BIOS einzusehen und diese auf seine Bedürfnisse zuzuschneiden.


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