Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Open Contents“ („Freie Inhalte“)? Es handelt sich bei ihnen um Texte und Bilder, die man in Formaten produziert, die deren Weiterverbreitung ohne die Erhebung von Lizenzgebühren erlauben, also auch für eine kommerzielle Nutzung. Diese Texte stehen unter einer freien Lizenz, sie sind aber vom Urheberrecht her trotzdem geschützt.
Bei unfreien Werken erlegt der Schutz des geistigen Eigentums enge Grenzen auf. Mit freien Texten möchte man erreichen, dass jeder, auch derjenige, der sich die Kosten für eine Buchproduktion nicht leisten kann, am Wissen der Welt teilhaben möchte bzw. dieser Wissen vermitteln will, davon partizipieren kann. Die Open-Content-Initiative wurde 1998 von David Wiley ins Leben gerufen.
Sie entstand praktisch in Analogie zur Open Software. Die Realisierung spielt sich über Lizenzen ab. Darin ist unter anderem auch festgelegt, in welcher Art und Weise auf die ursprünglichen Autoren verwiesen werden muss. Natürlich kann man als Autor auch auf sein Urheberrecht (Copyright) verzichten. Im deutschen Recht ist das nicht oder nur zum Teil möglich. Inhalte solcher Lizenzen lassen sich frei verbreiten und kopieren.
Sie dürfen auch digital bearbeitet werden. Ein Paradebeispiel für dieses Prinzip ist Wikipedia, das größte digitale Lexikon der Welt. Wikipedia ist im Gegensatz zu traditionellen Lexika zeitnah und immer auf dem neuesten Stand.













